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Geographie und Historie

Foto der Loreley-Statue
Loreley-Statue
Das Mittelrheintal ist ein 56 Kilometer langer Canyon, der von Bingen bis Koblenz reicht. Der Rhein schlängelt sich durch hoch aufragende Felsen, vorbei an Weinbergsterrassen, malerischen Städtchen und wehrhaften Burgen.
Die Loreley ist ein solcher, mächtiger Schieferfelsen, der sich 133m über den Wasserspiegel erhebt. Der Rhein hat dort seine engste und mit 25m tiefste Stelle.
Da der Rhein seit jeher ein wichtiger Verkehrs- und Handelsweg war, entstanden im Laufe der Zeit unzählige Burgen, die in unterschiedlichen Zuständen erhalten blieben und heute besichtigt werden können.
Weiterhin typisch für die Gegend um die Loreley ist der Weinbau, der, dank der geschützten Lage und sonnigen Südhängen, bis in die Römerzeit zurückreicht.
Das Obere Mittelrheintal ist mittlerweile von der UNESCO als "eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit" gewürdigt und zum Weltkulturerbe ernannt worden.

Sage und Mythos

Die Loreley war seit langem als markanter Fels am beengten Flußlauf bekannt, von dessen Steilwänden sich das Echo eines Rufs, eines Pistolenschusses oder eines Trompetensignals mehrfach brach, und zu dessen Füßen Klippen und Wirbel die Schiffahrt gefährdeten. So bildete sich schon vor langer Zeit die Sage von der berühmten Schönheit "Loreley" heraus, die durch Ihre Gesänge die Schiffer verzauberte und sie von den Gefahren des Flusses ablenkte. Sie schauten zu den Felsen und ihr Schiff zerschellte im Strom.
1824 veröffentlichte Heinrich Heine sein Loreley-Gedicht. Mit der Melodie Friedrich Silchers (1838) macht es den Felsen als Sinnbild der Rhein-Romantik berühmt.
Auf der Suche nach einer Hörprobe des Klassikers stolperte ich über die Variation des Loreleyliedes (1987 - 1994) von farfarello, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Gemälde vom Loreleyfelsen
Der Loreleyfelsen, Gemälde von Nikolai von Astudin

Geschichte des Loreleyplateaus

Foto von der Freilichtbühne
Die Loreley-Freilichtbühne
In den dreißiger Jahren begannen die damaligen Machthaber, an diesem sagenumwobenen Ort auf dem Loreleyplateau eine zentrale "Festspiel- und Feierstätte" zu errichten, um passend zur damaligen Ideologie germanische Heldensagen aufzuführen.
Die Freilichtbühne wurde unter der Leitung des Architekten Senf vom Arbeitsdienst in Handarbeit errichtet. Bis zur Einweihung im Juni 1939 wurden über 7.000 Kubikmeter Erde bewegt, um den Sitzreihen die erforderliche Steigung zu geben.
Das Bauwerk mit 5.000 Sitzplätzen und bis zu zwölftausend Stehplätzen wurde harmonisch in das Landschaftsbild eingefügt.
Heute wird die Freilichtbühne überwiegend für Open-Air-Konzerte und -Festivals mit internationalem Rang und Namen genutzt.
Aber auch das 7. ICCCR Welttreffen fand 1987, vom CVC organisiert, auf der Loreley statt.




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2cv-wet2007.ccrr.de/loreley/lore.shtml
File-Datum: 14.06.2005 08:01
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